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Nach neuesten Untersuchungen in der Bundesrepublik Deutschland wird ein Tinnitus aktuell von 2,9 Millionen Bürgern angegeben. 2,7 Millionen Bundesbürger haben Ohrgeräusche länger als einen Monat, 1,5 Millionen sind durch ihr Ohrgeräusch mittelschwer bis zur Unerträglichkeit beeinträchtigt (Angaben aus: M. Pilgramm und Mitarbeiter: Tinnitus in der Bundesrepublik Deutschland - eine repräsentative epidemiologische Studie. HNO aktuell 7 (1999): 261-265). Mit der Einführung des Tinnitus-Retraining-Konzepts aus den USA begann für viele dieser Patienten endlich ein neues Zeitalter der Aufklärung und Therapie ihrer Ohrgeräusche. Das Stuttgarter Modell stellt einem fachübergreifenden Zusammenschluß verschiedener Berufsdisziplinen aus Stuttgart dar, die häufig mit Tinnitus-Patienten konfrontiert werden und im ständigen Informationsaustausch untereinander stehen. Das Stuttgarter Modell setzt sich zusammen aus Tinnitus-erfahrenen Hals-Nasen-Ohren-Fachärzten, einer Psychologin, Krankengymnasten sowie einem Hörgeräteakustiker. Durch ein gemeinsam abgestimmtes Konzept zur Tinnitusdiagnostik und Tinnitustherapie bzw. dessen Verarbeitung bietet das Stuttgarter Modell im Rahmen eines speziellen lokalen Zusammenschlusses einen neuen komplexen Ansatz in der Betreuung und Verarbeitung Tinnitus-geplagter Patienten. |
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Der HNO-Facharzt sorgt mit einer fundierten Diagnostik und individuellen Beratung für den ersten Schritt einer aktiven Zusammenarbeit zwischen Patient und interdisziplinären Team. Die Psychologin eröffnet nach Abschluß einer psychologischen Diagnostik verschiedene standardisierte Therapiekonzepte. Der Krankengymnast ermöglicht eine gezielte physiotherapeutische Behandlung (z.B. manuelle und kraniosakrale Therapie) aller derjenigen Strukturen und Funktionsbereiche des Bewegungsapparates, die durch Fehlfunktionen einen Tinnitus auslösen, verstärken oder unterhalten können. Der Hörgeräteakustiker ist für die apparativ-technische Seite der Tinnitus-Therapie verantwortlich. Ein wichtiger Bestandteil der Tinnitus-Therapie stellt die Versorgung mit sogenannten Tinnitus-Maskern zur Teilgeräuschmaskierung dar. Der Patient erhält dadurch ein Hilfsmittel an die Hand, mit dem er aktiv u.a. durch den individuellen Einsatz des Maskers aktiv gegen die zum Teil bereits fixierte Wahrnehmung des Tinnitus angehen kann. Im Falle einer gleichzeitig bestehenden Schwerhörigkeit können diese Masker in Kombination mit einem Hörgerät angepaßt werden. Das Stuttgarter Modell möchte Sie kompetent und aus unterschiedlichen Richtungen über Ihren Tinnitus aufklären und Ihnen Wege eröffnen, aktiv etwas dafür zu tun, die Wahrnehmung Ihres Tinnitus positiv zu beeinflussen. Das Stuttgarter Modell in Stuttgart besteht aus folgendem Team: |
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Letzte Änderung: 21.11.2006 |